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Pop
goes Feminism!
Popkultur, Mainstream und männliche Definitionsmacht. Das
weite Feld der Popkultur feministisch aufgemischt von Stephanie Kiessling,
Redakteurin der Zeitschrift fiber.
In einem ungewöhnlichen Medienhype wurde Mitte der 90er Jahre ein
neues Mädchen- und Frauenbild inszeniert, das sich mit Minirock,
Schnürstiefeln und kurzen Haaren wild entschlossen, selbstbewusst
und frei von allen Zwängen ins Leben stürzte. Dass diese „Girl-Power“
– bravourös inszeniert und dargestellt von den 1994 „produzierten“
Spice Girls – wenig bis nichts mit ihren Vorgängerinnen aus
der Riot Grrrl-Bewegung zu tun hatte, war klar. Übernommen wurde
nur die Optik: offensives Körperselbst-bewusstsein und dessen Zurschaustellung.
Gestrichen wurden der politische Kontext und der feministische Background.
Statt dessen finden wir: arschwackelnde Auftritte, zurechtgeschnittene
Images und einen spezifischen Habitus – den Inbegriff der Konsumier-barkeit.
Das Angebot an die Mädchen bestand in der Identifikation mit puppenhaften
„hyperrealen“ Weiblichkeitsbildern, je nach Geschmack sportlich,
kindlich, wild, girlie- oder lady-like. Das zeigte auch die gehübschte
Neuauflage von Tank-Girl, die als Comic-Figur des Underground seit 1987
den (Stereo-)Typen Paroli geboten hatte, indem sie anarchistisch, aggressiv
und trotzdem sexy war. Die Verfilmung 1995 verkam dementsprechend nur
zum lähmenden Abklatsch, von der Filmmusik einmal abgesehen.
Es war gekommen, wie nicht anders zu erwarten – der Markt hatte
die neuen Heldinnen vereinnahmt und in überarbeiteter Version dem
begierigen Publikum vor die Füße gekotzt. Wie schnell subversives
Potential vom Mainstream aufgesaugt werden kann, soll an dieser Stelle
nicht bewehklagt, sondern nur festgestellt werden. Nichtsdestotrotz demonstrieren
die Bands der Riot-Grrrl-Bewegung, wie Bikini Kill, L7, Team Dresch damals
oder ihre sisters-in-mind Le Tigre oder Parole Trixi heute konsequenten
Widerstand weiblicher Subkultur gegen kommerzielle Vereinnahmungsversuche.
Dass diese Bands nicht gerade die Ö3-Hitcharts stürmen, überrascht
wenig. Umso mehr verwundert es, wenn DiskursFritzen wie Ostermayer und
Konsorten bei einer Diskussion zu Popkultur im Februar 2004 wehleidig
den Verlust an Subversion beklagen.
Was ist „Pop“ oder „Popkultur“?
Mit dieser Frage setzte sich auch das junge Magazin „fiber. werkstoff
für feminismus und popkultur“ in seiner dritten Ausgabe und
anhand einer öffentlichen kontroverse auseinander.
Neben allen Versuchen, sich diesem Phänomen aus einer analytischen
Perspektive zu nähern, bleibt doch ein unerklärbarer Rest, der
vor allem individuellen Besetzungen Raum zu geben scheint. Popkultur ist
eine Projektionsfläche für eigene Wünsche und Hoffnungen
und findet ihren logischen Anfang in der rebellischen Jugendkultur und
deren Ausbruch aus Normierungen. Enthält Popkultur anfangs immer
einen Kern von Unangepasstheit und Widerständigkeit, steht am Ende
doch meist Kommerz. Das oft Beschworene „ja früher war Pop
noch rebellisch“ verklärt allerdings die Realitäten. Der
Anspruch von Popkultur als Gegenkultur ist vielfach durchbrochen. Viele
der früheren subkulturellen Gegenmodelle sind mittlerweile selbst
zur Norm geworden, andere Ausdrucksformen existieren immer noch in Nischen.
Ein „Außerhalb“ der kapitalistischen, sexistischen und
rassistischen Verhältnisse gibt es nicht. Gleichzeitig ist an Verbreitung
und Zugänglichkeit „innerhalb“ des Mainstreams von Codes,
Gesten und Sounds aus den oft elitären subkulturellen Bereichen nichts
einzuwenden. Hier soll keiner „bösartigen Idiotie, die vollkommene
Anpassung an herrschende Verhältnisse als Bruch und Innovation zu
inszenieren“, das Wort geredet werden, wie der Oberguru der Pop-Theoretiker
Diederich Diederichsen kritisiert und in der Zeitschrift „malmoe“
Nr. 11 diskutiert wurde, doch eine naive Schwarz-Weiß-Malerei übertüncht
das Spektrum der vielen „Popkulturen“ mit ihren Grauschattierungen,
vor allem aber das zarte Rosarot gleich wie das grelle Pink.
Popkultur steht im Spannungsfeld des direkten und unmittelbaren Austausches
von ProduzentInnen auf der einen und RezipientInnen auf der anderen Seite.
Authentizität ist dabei ein Schlüsselbegriff. Während Madonna,
die Ikone der Verwandlungskunst, die das Spiel mit Rollen, Erwartungen
und Klischees auf die Spitze trieb, in diesem Sinne als „authentisch
inauthentisch“ bezeichnet werden kann, ist Bruce Springsteen ein
Paradebeispiel für „inauthentische Authentizität“.
Das zu beurteilen obliegt jedoch schlussendlich dem/der RezipientIn. Verkaufen
tun sich beide allemal gut. Vielleicht ist dies aber auch nur ein weiterer
Versuch, Popkultur in „gute“ Widerstandskultur und „böse“
Kommerzialität zu spalten.
Wer hier noch glaubt, Popkultur ließe sich allein aus individueller
Begeisterung oder Identifikation erklären, die/der idealisiert. Kaum
ein Feld ist so sehr von Trends und (unausgesprochenen) Vorgaben bestimmt.
Was „hip“ und „cool“ ist oder im Moment „street
credibility“ hat, unterliegt nicht einfach dem individuellen Geschmack,
sondern auch der Definitionsmacht weniger. Wer sich dazu äußert,
das heißt die Möglichkeit dazu hat, kann richtungsweisend sein.
Die Popkultur braucht ihre Megafone und Verstärker, die die Maxime
hinausposaunen. Shows wie Starmania oder Popstar haben dieses Prozedere
wie keine anderen auf den Punkt gebracht: die Talente von Scouts begutachtet
und auserwählt, das Outfit von StylistInnen vorgegeben, die Choreografie
mit Profis einstudiert. Und für jeden Auftritt eigene ExpertInnen,
die beurteilen, ob das Dargebotene auch „authentisch“ war,
als ob das von den ZuschauerInnen nicht selbst beurteilt werden könnte.
Eine Farce, die dennoch, wenn schon nicht überzeugen, so zumindest
unterhalten kann.
Fankulturen
Definitionsmächtige der Popkultur sind zuallererst Fans – Fans
bestimmter Bands, InterpretInnen oder Musikrichtungen.
Vor allem männliche Fans verstehen sich allerdings lieber als (Aus-)Kenner
oder Experten, die schwärmerische Begeisterung bleibt Mädchen
und Frauen überlassen, die nur aus Lust und Selbstzweck Gefallen
an denselben poppigen SympathieträgerInnen finden. Im Gegensatz zu
den Fans haben die Kenner Platten und Infos in lexikalischem Sammlungsausmaß
von den alten Klassikern der Rock- und Popgeschichte, verfügen über
einige skurrile und wohldosiert einsetzbare „Insider-Tipps“
und sind natürlich immer up to date. Dafür geben sie unglaublich
viel Geld aus, denn sich einfach die Tracks aus dem Netz runterzuladen
ist „uncool“. Ein echter Nerd investiert das Geld, um damit
Respekt gegenüber den KünstlerInnen auszudrücken, aber
auch, um sich Infos über ProduzentInnen, einzelne MusikerInnen usw.
aus Magazinen und Bootlegs zu ziehen und damit den eigenen Wissensvorsprung
auszubauen. Er geht regelmäßig auf Konzerte, steht etwas abseits
in der ersten oder zweiten Reihe und wippt wissend mit dem Kopf. Keine
ekstatischen Ausbrüche, sondern überlegenes Einschätzen
und Abhaken.
„Von Anfang an wird die Art und Weise, wie Mädchen Musik hören,
runtergemacht, abwertend behandelt im Vergleich dazu, wie junge Männer
Musik hören“, so Kirstin Borchardt, Musikjournalistin und Übersetzerin.1)
Dabei ist Fankultur, wie die Popjournalistin und Autorin des Buches „Zuckerbabys“
Kerstin Grether treffend bemerkt, nicht unbedingt eine Unterwerfungskultur.
Junge Mädchen entwickeln in ihrem Fansein eine derartige Kraft, dass
sie z.B. allein mit ihrem infernalischen Kreischen mitunter die InterpretInnen
übertönen und damit eindrucksvoll ihre Macht demonstrieren.
So bei den ersten öffentlichen Auftritten der Fans auf Beatles-Konzerten
1963/64, wo von deren Musik so gut wie nichts mehr zu hören war.
Doch „cool“ wird Fansein deswegen noch nicht, weil das prestigeträchtige
Zusammentreffen von Emotion und Verstand den seriösen Kennern und
Musikjournalisten – scheinbar – vorbehalten ist. Vielleicht
liegt aber gerade darin das wirklich „Coole“ der weiblichen
Fans. Sie wissen alles über ihre Bands, sind die wahren Expertinnen
in ihrem Mikrokosmos, jedoch ohne sich dabei zu hochtrabenden, allwissenden
Kennerinnen des Pop-Universums aufzuspielen. Vielleicht sind Fans aus
diesem Grund auch „authentischer“ als ihre männlichen
Musik-Experten-Freunde und wahrscheinlich sogar authentischer als viele
der Bands, die sie vergöttern.
Widersprüchliche Trends
Das Tolle an dem Phänomen Popkultur ist die Durchlässigkeit
für Um- und Neubesetzungen, für Variationen und Brüche.
Auch wenn sich bestimmte Muster durch die Geschichte der Popkultur ziehen,
so zeichnet sich doch seit dem letzten Jahrzehnt ein zunehmendes Eindringen
von Expertinnen und Produzentinnen ab, die das Wort ergreifen und einen
Teil der Definitionsmacht zurückerobern2), seien es Netzwerke wie
z.B. das Netzwerk weiblicher Djs „female pressure“, eigene
Fanzines oder Labels, Musikjournalistinnen, feministische Kulturwissenschaftlerinnen,
Frauenbands und Zusammenschlüsse wie die Frauenband-Veranstaltungen
im Wiener EKH oder das ladyfest3), das nach den USA oder Europa von 10.–13.
Juni 2004 auch in Wien stattfinden wird. Nach dem Motto „don’t
fall in love with the guitarist, be the guitarist” wird in „guter
alter“ do-it-yourself-Tradition Ermächtigung geprobt und umgesetzt.
Natürlich formiert sich mit jeder Bewegung oder jedem Trend auch
ein enormer Anpassungsdruck. Auf widersprüchliche Weise drückt
die Jugendkultur nach außen RebellInnentum gegen gängige Erwartungen
und Konventionen aus, um gleichzeitig nach innen spezifischen Vorstellungen
über Outfit, Auftreten und Geschmack nachzukommen und damit ihrer
(brüchigen) Identität Ausdruck zu verleihen. Doch gerade in
einer Gesellschaft, die dem Jugendlichkeitswahn zunehmend verfällt,
transformieren sich die Werte der Jugendkultur schnell zu allgemeingültigen.
Kindlich-mädchenhafte Figur, jugendlicher Teint und multiple hohe
Anforderungen4), wie diese von der Fotografin Monika Morawetz anschaulich
in fiber #2 kritisiert wurden, üben natürlich enormen Druck
aus. Gerade mit diesen Themen sich auseinanderzusetzen, sie zu benennen
und öffentlich zu kritisieren liegt eben in den Händen dieser
neuen populär-feministischen Medien und Akteurinnen, wie es die britische
Soziologin und Cultural Studies-Theoretikerin Angela McRobbie beschreibt,
wobei die Formen vielfältiger und auch widersprüchlicher geworden
sind. Die Auseinandersetzung kann, muss aber nicht in einem strikten Ablehnen
oder Verwerfen dieser Anforderungen liegen. Auch ein ironischer Umgang,
spielerische Übertreibungen, affirmative Variationen oder Verqueerungen
können Strategien sein, auf kritische Weise Bezug darauf zu nehmen.
Dies als politisch irrelevant, unfeministisch oder gar als lediglich verwässerte
und entpolitisierte Versuche zu disqualifizieren, wird der Sache nicht
gerecht. Das offensive Thematisieren von (wenn auch großteils heterosexuellen)
Sexualitäten junger Frauen und Mädchen in populären Mädchenmagazinen
beispielsweise hat die Tabuisierung jenseits feministisch-pädagogischer
Aufklärung durchbrochen und zu einem gesteigerten Wissen und sexuellem
Selbstbewusstsein geführt. Die Vorwürfe, diese Aufklärung
diene nur männlichen Erwartungen und sei eine Zurichtung der Mädchensexualitäten,
liegen daneben. So zeugt die aktuelle Broschüre der Aktion Kritischer
SchülerInnen mit dem Titel „Verhütung ist Frauensache.
Orgasmus Männersache? Mein Körper, meine Lust“ von einem
gestärkten Bewusstsein des Rechts auf befriedigende Sexualitäten
jenseits männlicher Erwartungen und beweist deutlich positive feministische
Bezüge.
Tabubrüche
„Weibliche Unabhängigkeit hat den Common Sense durchdrungen,
sie ist der Stoff für Frauen- und Mädchenzeitschriften, TV-Sitcoms
und Radioprogramme“, bemerkt Angela McRobbie da ganz richtig, und
das lässt sich auch am Beispiel etlicher Musikerinnen und (Frauen-)Bands
ablesen. Mit Bandnamen wie „Schlampen ficken besser“, „Die
Braut haut ins Auge“ oder „Die fabulösen Thekenschlampen“
im deutschsprachigen Raum, Netzwerken wie „Die Fiesen Diven“
und deren 2003 veröffentlichter Sampler „Faster Tussicat Kill!
Kill!“ wird auf ironisch-affirmative Weise genau dieses neue Bewusstsein
zum Ausdruck gebracht.5) Auch in den Texten werden offensiv die Themen
Sexualität und Körper thematisiert. So wirbelten „Die
fabulösen Thekenschlampen“ beim Covern des U2-Klassikers „Sunday
bloody sunday“ riesige Tampons durch die Gegend. Aber auch Erfahrungen
mit (sexueller) Gewalt und Ausbeutung sind Thema.
Wenn auch diese Beispiele noch eher subkulturell verortet sind oder sich
in kapitalistischer Abgrenzung derart selbst zuordnen, so ist auch der
Mainstream zunehmend von Tabubrüchen hinsichtlich der Normierung
weiblicher Sexualitäten gekennzeichnet. Erinnert sei hier nur an
den Skandal, den das (vermeintlich) lesbische Mädchenduo „Tatu“
vor ihrem Auftritt beim Songcontest 2003 auslöste. Für annähernd
soviel Aufregung sorgte die transsexuelle Gewinnerin des Songcontests
1998, Dana International. Der Zungenkuss von Madonna und Britney Spears
oder Pink in ihrem lustvollem Gestöhne gemeinsam mit Peaches in „Oh
my god“ demonstrieren Tabubruch gleichsam wie Marktfähigkeit.
Natürlich ist Sex eine Ware (geworden), die sich verkaufen lässt,
und so sind auch die Inszenierungen unter diesem Aspekt zu betrachten.
Aber warum das Feld der Deutungen, Interpretationen und der Inszenierungen
den anderen überlassen? Warum nicht selbst darauf Bezug nehmen, damit
spielen und irritieren?
Dabei ist das Feld nicht nur auf die Beschäftigung mit Musik beschränkt.
Popkulturelle Phänomene wie Soap-Operas, TV-Talkshows, Musikvideos
oder Kinofilme können genauso einer kritischen Lesart unterzogen
wie deviante Aktionsformen à la Radical Cheerleading (siehe auch
fiber #4) oder Veranstaltungen wie das Ladyfest auf die Beine gestellt
werden. Die Fäden sind vorhanden, wir müssen sie nur selbst
in die Hand nehmen und neu verspinnen. „Eins ist jedenfalls klar“,
schreibt Kerstin Grether, „die Popkultur liefert jede Menge Stoff
für Geschlechterkonstruktionen. Und die 'Material Girls‘ im
Pop führen das exemplarisch vor: Sie kämpfen darum, den Stoff
selbst herzustellen. Das Material, aus dem die Träume sind.“
Vielleicht liegt das Positive im veränderten Umgang mit diesen Verhältnissen
junger, populär-feministischer Akteurinnen und Medien in ihrem offensiven
und selbst-ermächtigenden Zugang. Das heißt nicht, dass die
Kritik an den HERRschenden Verhältnissen zugunsten automatisierter
Affirmation fallengelassen wird, aber der Anspruch, dass Popkultur diesen
Beitrag alleine leisten könnte, übersieht, dass dies weit über
deren Möglichkeiten geht. Die Auseinandersetzung mit den Phänomenen
der Popkultur soll in erster Linie Spaß machen sowie Kraft und Ideen
spenden, um gestärkt, solidarisch und inspiriert die „versteinerten
Verhältnisse zum Tanzen zu bringen“. In diesem Sinne: Do the
Feminism!
Anmerkungen:
1) In: Le douzième sexe, testcard Nr. 8: Gender. Geschlechterverhältnisse
im Pop. März 2000
2) So werden die 90er Jahre als das Jahrzehnt, in dem die „female
musicians“ den Musikmarkt eroberten, bezeichnet. Musikerinnen wie
Sinéad O’Connor, Tori Amos, Neneh Cherry, Queen Latifah,
Alanis Morissette, Sheryl Crow, Ani di Franco, Skunk Anansie, Björk,
PJ Harvey und viele mehr setzten sich mit neuen Inszenierungen von der
Frau im Popbiz – jenseits der sexy Backgroundtänzerin oder
bestenfalls interpretierenden Sängerin – als politische und
aktive Musikerinnen deutlich ab. Dieses „angry women-label“,
mit dem vor allem US-amerikanische Musikerinnen unter einem Schlagwort
zusammengefasst wurden, wurde aber nicht nur von einigen Bands wie L7
oder Hole von sich gewiesen, weil damit die unterschiedlichen Musikstile
und Richtungen stereotyp unter dem Aspekt der neuen „Frauenmusik“
essentialisiert und (wieder) marginalisiert wurden, sondern weil diese
Zuweisung auch die Tatsache negiert, dass Frauen im Rock- und Popbiz schon
seit langem existieren, wie beispielsweise Debbie Harry, Siouxsie Sioux,
Laurie Anderson, Grace Jones oder Nina Hagen, um nur einige zu nennen.
3) http://www.ladyfestwien.org
4) „sei sexy, sei emanzipiert, sei erfolgreich, sei offen, sei geheimnisvoll,
(...) und vor allem: sei du selbst“
5) Die „Slits“ waren eine der ersten Bands, die sich in dieser
Form der parodistischen Selbstbezeichnung Ende der 70iger Jahre selbst
als „Schlitze“ (Fotzen) bezeichneten.
Zum Weiterlesen:
Lips Tits Hits Power? Popkultur und Feminismus. Hg. von
Anette Baldauf und Katharina Weingartner. 340 Seiten, Folio Verlag, Wien/Bozen
1998 EUR 10,– (die „Bibel“ zum Thema, mit Beiträgen
von Kathleen Hanna, Angela McRobbie, vielen vielen Interviews und dem
„Riot Grrrl Manifest“)
Alles so schön bunt hier: die Geschichte der Popkultur von
den Fünfzigern bis heute. Hg. von Peter Kemper. 427 S.,
Reclam, Leipzig 2002 EUR 13,30 (mit Beiträgen von Thomas Lau, Heike
Blümer, Kerstin Grether u.v.m.)
Katja Kailer/Anja Bierbaum: Girlism. Feminismus zwischen
Subversion und Ausverkauf. 270 Seiten, Logos Verlag, Berlin 2002 EUR 20,30
fiber.werkstoff
für feminismus und popkultur. Wien Die 60 Seiten starke
Sommerausgabe #5 mit dem Schwerpunkt „Körper“ erschien
im Juni 2004.
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