Alalie Lilt „What Is Gone Doesn‘t Necessarily Disappear“ Extraplatte 2005

Die in Wien lebenden Musikerinnen und Musiker um die Sängerin Clara Humpel vermischen auch auf ihrem zweiten Album wieder Poppiges und Rockiges mit folkigen Einflüssen. Aber was uns Alalie
Lilt hier ins Ohr legt, sind nicht nur Songs für hypervergnügte
PartygängerInnen, nein, sie lassen auch Platz für melancholische Töne und bei einem zweiten Durchhören kommt frau auch den sehr
persönlichen Texten auf die Schliche. In den Songs kommen die verschiedensten Instrumente zum Einsatz. So finden sich auf „All We Can’t Bend“ und „Flaws“ Violinen und ein Akkordeon. Der letzte
Track der CD „Beautiful Women“ überrascht im Intro sogar mit einem Cello. Beim Durchhören von „What Is Gone…“ finden sich Anklänge an die Cranberries, The Corrs, Dido und durch die etwas
folkig angehauchte Violine schwingen auch andere poppige Klänge von der Grünen Insel im Hintergrund mit. Mit solcher Musik im Ohr, da fährt das Fahrrad von selbst hinein in den sonnigen Morgen,
zur Arbeit, auf die Uni oder wo immer frau gerade unterwegs ist. Und wenn der Albumtitel auf die Musik bezogen wird, so bleiben die Lieder auch noch lang, nachdem die CD fertig ist, im Ohr.

Beatrice Bösiger