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Eva Menasse |
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| Eva Menasse erzählt Geschichten ihrer Familie. Ihr Vater, aufgrund der jüdischen Herkunft mit einem Kindertransport während des Zweiten Weltkriegs nach Großbritannien gebracht, entdeckt dort sein Talent für Fußball und die Leidenschaft fürs Bridge der Großeltern. Wieder in Wien macht der Vater als Fußballer Karriere und entwickelt einen außergewöhnlichen Geschäftssinn, indem er Nylonstrümpfe an Sportler aus dem Ostblock verkauft. Dem Unglück in der Ehe der Eltern und dessen Kompensation am Tennisplatz wird mehr als ein Kapitel gewidmet … Trotz einem nicht verachtenswerten Skurrilitätsfaktor mancher Episoden, erinnert der Roman an eine nicht enden wollende Tratschgeschichte. Menasse bricht somit auch selbst nicht aus jenen Rollenklischees aus, die sie ihren weiblichen Figuren, sofern sie diese aktiv werden lässt, konsequent umhängt – die Schwester lackiert Nägel, die Großmutter keift, die Tante Gustl ist hinterlistig. In dem ganzen Gequatsche werden recht heftige Vorkommnisse – hahuhu, der Vetter vom Großvater ist im Burmakrieg bei einer Lebensmittellieferung von Konservendosen aus der Luft erschlagen worden – einfach als Witz mit unpassendem Zynismus abgeschasselt. Das nervt nicht nur, sondern wird mit der Zeit auch quälend langweilig. Keine Empfehlung. dr. dra |