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Valeska Lübke |
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| Der Titel Cybergender irritiert – lässt er doch eine von vielen gut gemeinten wissenschaftlichen Arbeiten vermuten, die sich eng an die (mittlerweile nicht nur in feministischen Nischen zu findende) „Frauen-Zugangsschiene“ zu Technologie und neuen Kommunikationstechnologie-Diskurse anlehnen. Überraschung! Nach etwas langatmigen Ausführungen zur Konstruktion von Gender und den Schilderungen soziologischer methodischer Zugänge zur Beschreibung derselben, wird’s im letzten Drittel doch spannend. Chatterbots (konversationsfähige Softwareagenten) könnten die innovativen Screens zum Ausprobieren grenzüberschreitender Fantasien in Bezug auf so ziemlich alle Kategorien lieb gewonnener Orientierungsfallen werden. Artefakte, voll gestopft mit so ge- nannter künstlicher Sozialität. Sozionik – neues Forschungsfeld zwischen Soziologie und künstlicher Intelligenz – beschäftigt sich mit der Frage, wie es möglich ist, intelligente Computertechnologie zu entwickeln und somit vermeintliche Grenzen zwischen Hu- man und Maschine zu verwischen. Im Zuge dieser Forschung geht es nicht ausschließlich um ein 1:1-Punktespiel! Derzeitig existierende Artefakte spiegeln das Bemühen wider, eben diese Grenzzuweisungen aufzuheben, jedoch, so vermutet Bath (2001, 2003), schreibt sich eine zweigeschlechtliche Norm als vorausgesetzte Selbstverständlichkeit in die gegenwärtigen Entwicklungen konversationsfähiger Avatare (Softwareagenten) ein. (vgl. Lübke 2005, S.182). Für den Einstieg in feministische Diskurse innerhalb der Techno-Science durchaus empfehlenswert. Georgio Taubert |