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Paula Köhlmeier |
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| Das erste und einzige Buch der jungen Schriftstellerin verwirrt zunächst einmal. Die an die 50 kurzen Texte wirken unruhig und getrieben. Kaum verliert sich eineR in einer Geschichte, folgt der Sturz ins Bodenlose, das oft allzu rasche Ende hinter- lässt ein unbefriedigtes Gefühl der Neugierde, wie es denn weiter gegangen wäre, wenn … Gleichzeitig eröffnet sich mit die- ser Erzählweise eine Textform, die die Fantasie der/des Lesenden weckt und die Vereinnahmung durch konsumgerechte Spannung-Hopp-und-Schluss-Routine konsequent verweigert. Paula Köhlmeier geht mit den Worten sehr achtsam um und setzt sie dort aus, wo eine Stimmung oder ein Gefühl keine Ausdrucksform mehr fin- det und das Schweigen mehr Authentizität vermittelt als ausgeschmückte Erklärungen und Beschreibungen. Manchmal wirkt die Erzählstimme in ihrer Auflehnung gegen die Konventionen des Erzählens und des Lebens einerseits sehr jung und andererseits sehr abgeklärt und resignativ. Das Lesen der Geschichten ist ein kleines Geschenk, das letzte, das Paula Köhlmeier ihren LeserInnen machte. Der frühe Tod der jungen Frau wird durch Klappentext und Nachwort der ebenfalls schreibenden Eltern so präsent, dass jede Geschichte sich wie ein kleines kostbares Vermächtnis liest und man wiederum neugierig gewesen wäre, was eine Frau, die solche Texte schreibt, wohl danach geschrieben hätte. Nina Stastny |