rampenfiber. feministisches musikfestival: Lectures und Panels

Filmscreening und Gespräch: „Working on it“
Karin Michalski und Sabina Baumann
conversations – performances – queer electronics
D/CH 2008, 50 min, Deutsch mit englischem Untertitel

„Working on it“ ist ein Film über Geschlecht und sexuelle Identität. Der Film will mithilfe von Interviews und Inszenierungen in den Diskurs über Geschlecht und Identität eingreifen. Er thematisiert, wie diese am Arbeitsplatz, im Kino/Fernsehen oder in den Beziehungen zu Hause konstruiert werden. Wie kann diesen Zuschreibungen begegnet werden?
Die 15 Darsteller_innen zeigen Bilder, performen, spielen Queer Electronics und sprechen über queere Strategien im Feld sexueller Politiken.
Der Film verzichtet darauf, Erzählungen über Sexualität und Geschlecht im Sinne einer klassischen Dokumentation als „authentisch“ zu zeigen. Stattdessen sucht er experimentelle filmische Mittel, die das „Sprechen über sich selbst“ als eine brauchbare Fiktion und als eine notwendige ausstellen.

Freitag, 25.9.2009, 17:00–18:30 Uhr, fluc, in Anwesenheit von Karin Michalski

 

Diskussionspanel: queering the stage

Performativität und Performance. Bühne und Popkultur. Subversion und Mainstream. In diesem Panel geht es um die Überwindung von Rollenstereotypen auf der Bühne. Zur Diskussion stehen Potenziale und Grenzen von queeren, transidentitären, uneindeutigen Körperinszenierungen innerhalb popkultureller Kontexte: Ist das popkulturelle Feld eine Spielwiese, in der sich subversive Kräfte entwickeln und freisetzen (können), oder handelt es sich um eine Monokultur der Vereinheitlichung und Vermassung. Welche Möglichkeiten gibt es für Künstler_innen Queerness auf der Bühne zu thematisieren? Welche Strategien und Inszenierungen haben sie entwickelt? Welche Erfahrungen machen sie mit ihrem Publikum, mit Veranstalter_innen und Kolleg_innen?

Moderation: Katrina Daschner
Diskutant_innen: Rae Spoon (Musiker_in), Océan Le Roy (Performancekünstler_in.), Iris Hajicsek (Musiker_in), Denice Fredriksson (Musiker_in)

Freitag, 25.09.2009, 19:00–21:00 Uhr, fluc

 

Lecture: „Ladyspace“ – feministischen Praktiken der Raumaneignung
Das Projekt „Ladyspace“ setzt sich mit feministischen Praktiken der Raumaneignung auseinander. Der Schwerpunkt des  Vortrages liegt auf der Untersuchung der Aneignung von physischem Raum und dem damit verbundenen Versuch, Verschiebungen in der Produktion des sozialen Raumes zu bewirken. Diese Verschiebungen dienen der Schaffung eines feministischen Gegenraumes, eines ,,Ladyspace“. Ladyspace verstehen sie als Raum, bei dessen Produktion es Ziel ist, die vorherrschenden, von Sexismus und Homophobie geprägten Räume zu unterlaufen. Um einen Ladyspace entstehen zu lassen, ist es notwendig, aktiv und kontinuierlich an seiner Produktion zu arbeiten. Das sollte im Idealfall auf mehreren Ebenen passieren wie bei (Re-)Präsentationsstrategien oder der Aneignung und Vermittlung von Wissen. Aber auch auf der persönlichen Ebene gilt es, alltagstaugliche und kreative Strategien zu entwickeln um selbstverständlich Raum einzunehmen.

Vortragende: Eva Trimmel und Bettina Mooshammer

Samstag, 26.09.2009, 17:00–18:30 Uhr, fluc

 

Diskussionspanel: claim the feminist_space ! – feministische Strategien der Raumaneignung
Diskutant_innen aus den verschiedensten Bereichen, die sich auf die eine oder andere Weise mit dem Thema auseinander setzen gestalten im Anschluss an die Lecture die Disskussionsrunde. Welche Strategien kommen wann zur Anwendung? Fragen nach den Möglichkeiten und Chancen sowie nachhaltigen Veränderungen, die sich aus temporären Gegenräumen und Verschiebungen im Sozialen Raum ergeben, werden gestellt.

Moderation: Marty Huber
Diskutant_innen: Julia Wieger (Architekt_in), Vina Yun (Veranstalter_in/Journalist_in), Daniela Mäx Mareš
(rampenfiber-Orgateam), Julia Girardi (Soziolog_in)

Samstag, 26.09.2009, 19:00–21:00 Uhr, fluc

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