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fiber. werkstoff für feminismus und popkultur versteht sich als (Medien-) Projekt, das in seinem Selbstverständnis Frauen als Akteur_innen wahrnimmt und ihnen bewusst Präsenz verleiht. Wenn wir uns dabei auf den Begriff der geschlechtlichen Identität – in dem Falle „Frau“ – beziehen, ist uns klar, dass dieser Begriff von Ambivalenzen, Unschärfen, Widersprüchen und Uneindeutigkeiten durchzogen ist, wobei diese Unschärfen in unterschiedlichsten Formen sexueller bzw. geschlechtlicher Identität zum Ausdruck gebracht werden (können).

Angesichts dieser Widersprüchlichkeiten versuchen wir sowohl subversive als auch aufbrechende Identitätskonzepte zu fördern. Selbstbehauptende und selbstbewusste Weiblichkeitskonzepte, die herkömmliche Geschlechterkonzeptionen unterwandern, sollen fokussiert und bewusst gestärkt werden. Wir verstehen Feminismus als umfassende Lebensweise und Praxis.

fiber. werkstoff für feminismus und popkultur setzt sich kritisch mit den Wirkungsweisen von Dominanzkulturen und herrschender Machtverhältnisse auseinander. Unterdrückungsmechanismen werden entlang der Kategorien Geschlecht, Ethnie, Alter, Religion, sexuelle Zugehörigkeit, Schicht/Klasse, Arbeitsverhältnisse und vieles mehr reflektiert. Es ist uns bewusst, dass die aufgezählten Bereiche für die Lebenspraxis der Betroffenen unterschiedlich relevant sind und eine Aufzählung von Unterdrückungskategorien nicht vollständig sein kann und auch hier lückenhaft erscheint.

Positionierung und Kontextbewusstsein sind wichtig, aber alleine noch kein Garant für das Sichtbarmachen marginalisierter Gruppen und die Veränderung herrschender Verhältnisse. So gilt unser deklariertes Bestreben dem Sichtbarmachen des Verborgenen bzw. Verborgen gemachtem, sowie der Benennung des Vergessenen und Marginalisierten.

Die Erweiterung des traditionellen Verständnisses von Kultur, sowie die Loslösung der Massenkultur von ihrem ausschließlich manipulativen Charakter geben Gelegenheit Phänomene wie z.B. populäre Musik, Trivialliteratur, soap operas, TV-Shows, Konsumkultur, Style und Mode - also Elemente von Popkultur - aus einer feministischen Perspektive beispielsweise lustvoll oder ideologisch neu zu lesen (siehe auch Konzept nylon). Die Beschäftigung mit Popkultur heißt nicht ausschließlich deren Akzeptanz, vielmehr ist es durch eine kritische Beobachtung möglich, darin transportierte Werte einer grundlegenden Überprüfung zu unterziehen und gleichzeitig neue Bedeutungen zu schöpfen.

Pop verstehen wir als einen Ausdruck unserer Zeit. Durch den feministischen Zugang zur Popkultur nähern wir uns den Lebenswelten junger Frauen und verleihen somit unserer Alltagspraxis Ausdruck. Wir behandeln unter anderem die Relevanz massenkultureller Ereignisse und Phänomene, um die Konstruktion und Dekonstruktion von Geschlechteridentitäten darzulegen.
fiber. werkstoff für feminismus und popkultur untersucht kritisch die Ideen und Vorstellungen von Geschlechterverhältnissen in popkulturellen Erscheinungen, und versucht dieses Feld abseits traditioneller Lesearten neu interpretieren und nutzbar zu machen.

Das Projekt fiber. werkstoff für feminismus und popkultur beinhaltet aber nicht nur die Herausgabe eines Printmagazins. fiber fungiert auch als Festveranstalterin in wechselnden Räumlichkeiten in Wien, wo die jeweils neue Ausgabe gefeiert und Frauen die Möglichkeit eröffnet wird, ihr Tun als DJ, Band oder Kulturarbeitende im weitesten Sinn im öffentlichen Raum zu präsentieren.

fiber organisiert des weiteren Kontroversen zu Themen, die wir für wichtig halten. Zu den Kontroversen werden Expert_innen aus dem Feld geladen. Die Diskussion wird in Form eines Artikels in der folgenden fiber dokumentiert.
Mit all den oben genannten Aktivitäten versucht fiber, Frauen im öffentlichen Raum Präsenz zu verleihen, feministisches Gedankengut bekannt zu machen und Vernetzung zu fördern.

fiber erscheint ab Ausgabe 5 zweimal jährlich im Umfang von 50-60 Seiten mit einer Auflage von 800 Stück und ist an diversen Stellen oder im Abo erhältlich. Das gesamte Projekt fiber. werkstoff für feminismus und popkultur – also Printausgabe, Fest, Kontroverse und anderes – wird durch die Zusammenarbeit vieler Personen, die allesamt ehrenamtlich arbeiten, ermöglicht. Bei ihnen wollen wir uns hiermit herzlich für ihr Engagement bedanken.

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