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Editorial
Um
Konkurrenz und Solidarität vor allem unter Frauen geht es in dieser
fiber. Beide Begriffe bieten einige Bedeutungsfacetten, deren Erscheinungsformen
in vielfältigen Zugängen und Artikeln in den Blick genommen
werden. Konkurrenz – einerseits spezifische Zuschreibungen und unhinterfragter
Zustand. Kaum eine, die nicht schon mal eine Konkurrenz-Situation erlebte.
Wie läuft das unter DJanes in und außerhalb ihrer Netzwerke?
Warum wollen sich manche der ohnehin raren Rapperinnen gar nicht vernetzen?
Solidarität - Welche Formen solidarischen Handelns sind möglich:
Euphorische Amateusen (z.B. in Hamburgs Bandszene, im stadtbekannten Club
Brüllée oder bei Musikerin Gustav), fehlbar-erkenntnisreiche
(fiber spricht aus Erfahrung …) oder ambivalente wie eine Beobachtung
zu Konkurrenz im Kunstbetrieb zeigt. Ein filmischer Rückblick zur
Viennale verweist auch auf feministische Kontrapunkte. Mediale Inszenierungen
von weiblicher Konkurrenz werden oft quotentreibend eingesetzt und zementieren
genderspezifische Zuweisungen: Von wegen fabelhafte Stutenbissigkeit!
Dabei sind die Akteurinnen derlei boshaft-tierischer Strategien doch so
sozial! Man könnte fast an eine Gesellschaft ohne Konkurrenz glauben
… Oder doch nicht. Meistens ist eh’ das Hemd zu kurz und die
Visionen zu groß. Die Kontroverse zu unseren Schwerpunktthemen schöpfte
einige Diskussionsbeiträge diesmal aus den eigenen Redaktionsreihen.
Freundinnenschaften – sind sie dem gegenüber erhaben? Auch
hier zeigen sich Ambivalenzen da und dort. Mitunter sehr laute kulturelle
Strategien soll es ja auch geben zwischen Globalisierung und dem ganzen
Theater. Und sonst kann eine auch schlagkräftig werden, solidarisch
kichern (Kolumnen!) und sich mit vielen Rezensionen zu Buch und Musik
informativ wappnen.
Last but
not least möchten wir dem Wunsch nach dem Weiterbestand des autonom-verwalteten
EKHs Ausdruck verleihen. Es ist ein Wahnsinn wie mit dem Verkauf dieser
kulturellen und politischen (Anti-)Institution wichtige Strukturen für
radikale, alternative und kritische Denk- und Lebensweisen zerstört
werden. EKH bleibt!, so hoffen wir …
Wir wünschen
anregende Lektüren und freuen uns wie immer auf Eure Meinung!
die redaktion
PS: Verwiesen
sei auch diesmal wieder auf unsere aktualisierte Website mit neuen Texten,
Rubriken und der Möglichkeit fiber ganz solidarisch mit einer Abo-Bestellung
zu unterstützen: www.fibrig.net
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