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"(...) Und inbesondere hätte jeder Frauenzeitschriften machen können. Das war die aufgelegteste Marktnische. Mich wundert's, dass in diesem Land mehr als 50 Jahre lang niemand den Mut für eine Frauenzeitschrift hatte. Dafür gehört wirklich kein wahnsinniger Mut, dazu reichen ein paar Pampers. Wenn die so genannten Verleger in diesem Land 50 Jahre nur ihre Pampers voll und nie den Mut hatten, eine Frauenzeitschrift oder Fernsehzeitschrift zu gründen, sich dann aber im nachhinein aufregen, dass wir heute angeblich ein Magazinmonopol haben, dann halte ich das für kurios. Das ist schon typisch österreichisch: Zuerst jahrelang nichts tun und dann raunzen. (...) Es gibt halt in diesem Land primär Raunzer, deshalb hat man es ja als Macher auch relativ leicht." O-Ton W. Fellner im Extradienst-Interview 19-20/2002 unter dem bezeichnenden Titel "Herr der Magazine". Preiset den Herrn! Ohne ihn würden wir Frauen wahrscheinlich immer noch ohne eine einzige Frauenzeitschrift dastehen, immer noch ein Drittel weniger verdienen und immer noch von sexistischer Werbung oder dummdreisten Bemerkungen belästigt werden. Und um den Ganzem auch ein paar Fakten Fakten Fakten entgegenzuhalten empfehlen wir das Buch von Larissa Krainer: Österreichische Frauenzeitschriften. Zwischen Kommerz- und Alternativmedien, Drava Verlag 1995, Klagenfurt, leider ein bißchen unaktuell aber immer noch der beste Überblick in Sachen Frauenzeitschriften in Österreich: "Frauenzeitschriften sind keine Erfindung des 20. Jahrhunderts und insofern auch kein Novum in den Buchläden der österreichischen Lesegesellschaft (...)"
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