[rabaukin]


Der eklatante Mangel der Verwendung weiblicher Bezeichnungen in der deutschen Sprache hat, trotz fundierter Analysen feministischer Linguistinnen wie Luise F. Pusch und satirischer Angriffe in literarischer Form , noch keine befriedigenden Maßnahmen erfahren. Deshalb soll hier versucht werden den weitgehend offenen Raum ungewöhnlich identitätsstiftender Nomina zu besetzen. Die Türe zu diesem Raum tritt ein: die Rabaukin. Dem österreichischem Wörterbuch (1997) entschlüpft an der Stelle ihrer männlichen Abart: "der gewalttätige Jugendliche".
Das ist ihr völlig egal, denn die Rabaukin ist aus Prinzip:
Renitent, wenn's sein muß mit Gewalt, Frauen dürfen nicht hauen - ha! Sie agiert:
Außergewöhnlich aufsässig außerdem.
Sprachverwirrung ist ihr Auftrag:
Barbarisch-Babylonisch. Dahingehend ist ihr Stil:
Anarchistisch-androgyn, sie entwirft scheinbar:
Unfaßbar Ungeheuerliches, denkt:
Kritisch, hinterfragt immens:
Impertinent und ist natürlich absolut:
Nachahmenswert.

Autorin: Nina Stastný