******************************MAKE A NEW FIBER ***************************
In der letzten fiber gab es klar benennbare Fronten, die stets einem binären Schema folgten: Frauen*, Männer*, links, rechts, usw. Die “Realität” hatte uns eingeholt, der Wut über hegemoniale und
heteronormative Machtstrukturen und deren Verschärfungen wollte Raum gegeben werden. In der kommenden fiber wollen wir uns diesen Sicherheiten entziehen und uns das anschauen, was sich jenseits von klaren Benennbarkeiten vollzieht und doch nicht ohne Benennungen auskommt. In der Diskussion zur neuen Ausgabe kamen wir immer wieder auf eines zurück: DAZWISCHEN - als ein Zustand, als ein Raum, als eine Praxis.
*******************************WAS WIR SUCHEN***************************
Die Beiträge für die neue fiber setzen sich dieses Mal aus zwei Bereichen zusammen:
* RAMPENFIBER-DOKUMENTATION: Hier suchen wir Beiträge, die sich in Form von Interviews mit Künstler_innen und Artikeln zu den Paneldiskussionen und dessen thematischen Schwerpunkten “queering the stage” und “claim the feminist space” mit dem Festival auseinandersetzen. Außerdem suchen wir TAGEBUCHSCHREIBER_INNEN, die Lust haben, die vier Tage Festival ganz subjektiv festzuhalten. Die Festivalpässe für diese drei gibt’s natürlich von uns.
FRIST für Interessensbekundung/Zusagen: 15.09.2009 per Mail an katrin@fibrig.net
* OFFENER TEIL “DAZWISCHEN”: Wie bei jeder fiber suchen wir wieder vielfältigste Text- und Bildbeiträge, die sich, unabhängig vom Festival selbst, mit dem Themenschwerpunkt auseinandersetzen.
FRIST für Abstracts/Bildbeispiele: 28.09.2009 an katrin@fibrig.net
*****************************WORUM ES UNS GEHT***************************
Insbesondere für den offenen Schwerpunktteil freuen wir uns besonders über Text- und Bildbeiträge, die sich abseits der bereits ausgetretenen Wege dem Thema nähern. Die folgenden Themen/Fragestellungen spiegeln unsere Überlegungen wider und sollen als Anregung für dich dienen.
* BEGRIFFE, REPRÄSENTATIONEN, ZUSCHREIBUNGEN: Wie kann über trans, queer, uneindeutig, etc. gesprochen und geschrieben werden, ohne damit gleich wieder festzuschreiben? Wie können derlei Körper, Räume, Identitäten repräsentiert werden, ohne deren Offenheit zu verschließen?
* IDENTITÄTEN, KÖRPER: Wie kann Differenz und Uneindeutigkeit konstruiert und repräsentiert werden, ohne eine (neue) Kategorie herzustellen? Welche Strategien gibt es, um dem Paradox zu entkommen, dass Selbstermächtigung immer auch Selbstunterwerfung bedeuten kann? Wie können Körper und Identitäten, die sich klaren Zuordnungen und dem Bekennen zu dem einen oder anderen Pol entziehen (wollen), gesellschaftlich anerkannt werden, ohne “normal” zu werden? Und was ist schon “normal”?
* RÄUME: Welche Räumen stellen ein Dazwischen dar und was passiert mit Personen, die sich in diesen Räumen aufhalten? Was passiert, wenn Personen (nationale) Grenzen übertreten und sich weder dem “da” noch dem “dort” eindeutig zuordnen (lassen) können? Was passiert, wenn (ehemals) geschlechtlich klar zugeordnete Orte, wie z.B. Toiletten, “unisex” werden? Und wie können solche Räume geschaffen werden?
* (POP)KULTUR: Was passiert z.B., wenn man_frau sich all diese Fragen in einem popkulturellen Feld stellt? Einem Feld, das im Gegensatz zu anderen, doch mit dem Anspruch der Demokratie angetreten ist, in dem irgendwie und eigentlich jede_r willkommen ist/sein sollte? Und das doch, ebenso wie andere gesellschaftliche Bereiche, immer wieder Unterscheidungen trifft, die zu Bekenntnissen zwingen (z.B. Genrezuordnungen) und keine uneindeutigen Positionierungen erlauben?
**************************EINREICHFRISTEN/TERMINE:***********************
ZUSAGEN/Interessensbekundungen für Artikel, Interviews, Tagebücher etc. zum RAMPENFIBER bitte bis spätestens DIENSTAG, 15.09.2009 an katrin@fibrig.net.
ABSTRACTS/BILDBEISPIELE für den offenen Teil der fiber bitte bis spätestens MONTAG, 28.09.2009 an katrin@fibrig.net.
Das OFFENE REDAKTIONSTREFFEN findet dieses Mal am SONNTAG, 04.10.2009, ab 18:00 Uhr im frauencafé (8., Lange Gasse 11) statt. Wir freuen uns auf dein Kommen!
Mit fibrigen Grüßen,
das fiber-Redaktionskollektiv